TBS-Micro Digitalbetrieb

Mit dem TBS-Micro von Thomas Benedini ist es möglich, authentische, geschwindigkeitsabhängige Motorgeräusche und auf Befehl Sondergeräusche abspielen zu können. Dazu ist es notwendig, dass das TBS mit den entsprechenden Sounds bespielt und konfiguriert wird. Die bequemste und umfassendste Steuerungsmöglichkeit ist die Verwendung einer beliebigen DCC-Digitalzentrale in Verbindung mit dem DC-Car®Booster und einem LCIR im Fahrzeug.

Anschluss

Eine Betriebsspannung von mindestens 3V ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Funktion. Der Anschluss erfolgt direkt an den Lipo-Akku, da das TBS einen 1W-Verstärker onBord hat, was den Spannungswandler des DC07-Si zum abstürzen bringen würde.
Zur Ansteuerung des geschwindigkeitsabhängigen Motorgeräuschs muss der MF1 des DC07 mit dem Prop1 des TBS-Micro verbunden werden.
Um eine Steuerung der einzelnen Sounds mittels den F-Tasten der Digitalzentrale zu ermöglichen, muss der MF2 des DC07 mit dem Prop3-Eingang des TBS-Micro verbunden werden.

 

Bedienung

Sobald das Motorgeräusch eingeschaltet ist, wird ein geschwindigkeitabhängiges Fahrgeräusch abgespielt. Dabei ist es unerheblich, ob das Fahrzeug die Fahrbefehle von der DCC-Zentrale, dem vorausfahrenden Fahrzeug oder einem Funktionsbaustein (Handsender) bekommt. Die Sondergeräusche werden entsprechend der TBS-Konfiguration mit den Funktionstasten F1-F11 abgespielt, wobei die zweite DCC-Adresse des Decoder genutzt werden muss.

 

Konfiguration

DC-Car-Decoder:
CV 020 = 3
CV 021 = 162
CV 114 = 1

TBS-Micro
Prop1 input = RC
Prop1 Type = Gas

Prop3 input = RC
Prop3 Type = 1st Coder 12key

Engine Type = man. Start

Die Zuordnung der Sounds zu den Speicherplätzen ist beliebig. Außerdem können auch Lichteffekte mit dem TBS-Micro geschaltet werden.
Damit erhält man zusätzliche Lichtausgänge, da ja Licht 3 und Licht 4 am Decoder zur Ansteuerung des TBS wegfallen. Nähere Infos dazu finden sich in der Bedienungsanleitung des TBS-Micro.

tbs_digital

Einlernprozedur am TBS-Micro:

  1. Einlernbrücke am TBS-Micro kurz schließen
  2. Fahrstufe 1 wählen
  3. F0 (der 2. Digitaladresse des DC-Car-Decoder) ein- und wieder ausschalten > zur Bestätigung wird das Motorgeräusch kurz angespielt
  4. Fahrstufe 28 wählen
  5. F0 (der 2. Digitaladresse des DC-Car-Decoder) ein- und wieder ausschalten > zur Bestätigung wird das Motorgeräusch kurz angespielt
  6. Funktionstaste für Speicherposition 1 ein- und wieder ausschalten (F0)
  7. Geräusch wird kurz angespielt
  8. Funktionstaste für Speicherposition 2 ein- und wieder ausschalten (F1)
  9. Geräusch wird kurz angespielt
  10. die Prozedur wiederholt sich für die restlichen 10 Speicherplätze gleich
  11. wenn der letzte Speicherplatz eingestellt wurde, ertönt ein 3facher Piepton und das TBS wechselt in Normalmode

Wenn man nicht alle Speicherplätze einstellen will, kann man durch abschalten der Betriebsspannung den Programmiervorgang jederzeit abbrechen. In der Praxis hat sich folgende Zuordnung der Funktionstasten bewährt:
Pos.1 – F0 Motorstart
Pos.2 – F1


Pos.11 – F11

Nach der gesamten Prozedur muss die CV 114 unbedingt auf 0 gesetzt werden!

Ein ausführliches Tutorial und Anschlussbeschreibung ist in einer audruckbaren Version hier zu finden.

 

Hinweis zur Bedienung mit der Intellibox

Der Decoder verarbeitet die Befehle der DCC-Zentrale 1:1 und erwartet einen Tast- bzw. Impulsbefehl. Hintergrund ist, dass das TBS ursprünglich für den RC-Bereich konzipiert wurde, und damit ausschliesslich auf Impulse reagieren kann.
Dies führt bei Verwendung der Intellibox (ohne Eisenbahnsteuerungssoftware) dazu, dass bei Aktivierung einer Funktionstaste, die Intellibox den Befehl stehtig wiederholt. Dadurch sendet der Decoder dem TBS ständig ein Ein- und Ausschaltkommando. Deshalb muss hier zum Aktivieren einer Funktion des TBS die jeweilige Funktionstaste der Intellibox ein und sofort wieder ausgeschaltet werden. Zum Deaktivieren der Funktion am TBS ist genau so zu verfahren.
Nach Rücksprache mit der Firma Uhlenbrock ist geplant, in einem zukünftigen Update die Funktionstasten als Taster oder Schalter definieren zu können. Bei anderen Digitalzentralen (z.B. ESU ECoS, Central Sation usw.) ist dies bereits Gang und Gebe. Bei Verwendung dieser Zenralen kommt es nicht zu o.g. Problem, da man hier die Funktionstasten bereits als „Impuls“ definieren kann.
Wenn Sie die Intellibox in Verbindung mit einem Eisenbahnsteuerungsprogramm wie z.B. WinDigipet oder Traincontroller verwenden, können Sie dieses Problem ganz leicht umgehen, indem Sie als Auslöser für den Sound einen Taster anlegen. Dieser sendet dann den benötigten Schaltimpuls.